"Lisa Dierks und Alida - das erfolgreiche Duo"
Nixdorf-Preis geht an Sven Sudhölter aus Steinhagen

Hövelhof (WV)
Die großen Namen fehlten an diesem Wochenende auf dem Springturnier des RFV Hövelhof. Wo vor einigen Jahren noch die Stars der Szene Mylene Diedrichsmeier, Felix Hassmann und Markus Merschforman durch den Parcours galoppierten, ritten nun überwiedend die heimischen Pferdesportler.

Es heißt jedoch nicht, dass ohne die großen Namen auch die großen Leistungen im Stangenwald fehlten. Für die sorgten nämlich unter anderem die Lokalmatadoren. Allen voran bewies die Hövelhoferin Lisa Dierks auf "Alida" ihr Können. Im Sattel der Rappstute liefert sie schon die ganzel Saison nicht nur viele fehlerfreie, sonder auch schöne Runden ab. Daher gingen zahlreiche M*-Erfoge auf das Konto der 16-jährigen Schülerin. In ihrem ersten M**-Springen im September blieb sie ohne Fehler.
Auch an diesem Wochenende auf dem Hausturnier war es nicht anders. In der Stilspringprüfung der Klasse M wurde der Ritt des Duos mit der Wertnote 7,9 bewertet. Auf Grund eines Fehlers verblieb die Note 7,4 und der sechste Platz. Ohne den Fehler hätte die Hövelhoferin die Ehrenrunde auf der abschließenden Siegerehrung angeführt. In einem anderen M-Springen fiel eine Stange, dennoch war Lisa zufrieden, da ihre Stute gut mitgemacht hat und sie sie schnell um die Ecke im Parcours reiten konnte: "Ich konnte schön schnippeln.", sagte Lisa und zeigte sich selbstkritisch: "Insgesamt bin ich bis jetzt zufrieden, obwohl es hätte besser sein können."
Anlass rundum zufrieden zu sein, hatte sie dann nach ihrem dritten Ritt im Franz-Kesselmeier-Gedächnisspringen der Klasse M*. Auf "Alida" zeigte sie mal wieder einen fehlerfreien Ritt bei dem vom ersten bis zum letzten Sprung alles passte. Auf Vater Karsten Dierks, selber erfolgreicher Springreiter, freute sich über die Leistung seiner Tochter: " Das war vom Feinsten." In der Endabrechnung reichte es zu Platz sechs.
In gewohnt guter Form war auch Lisa Dierks´ Vereinskamerad Dirk Westerwinter unterwegs. Die Farbe von Erfolgspferd "Caruso" war an diesem Wochenende eindeutig Rot: In beiden Springen der Klasse M** wurde er Fünfter und bekam die rote Schleife angeheftet. Auf "Contra" wurde er zweiter in einem Ein-Sterne-M-Springen. Dass er aber auch schon für den Nachwuchs gesorgt hat, bewies er in der Springpferdeprüfung der Klasse M: Im Sattel der 6-jährigen "Wespe" erhielt er die Wertnote 8,3, wodurch er sich den Sieg vor dem Herforder Markus Brinkmann sicherte. Höhepunkte des Springturniers waren die beiden Wettbewerbe der Klasse S* mit Siegerrunde. In dem Springer der schweren Klasse am Samstag Abend gingen nur 20 Teilnehmer an den Start, von denen sich sage und schreibe 12 für den finalen Umlauf qualifizierten. Für die Teilnehmer hieß es nun nochmal Null und schnell reiten, denn ins Geld kamen nur die sieben Besten. Am besten absolvierte Kai Antonius Reckmann diese Aufgabe. Auf "Lord Pik" blieb der Mettinger ohne Fehler in 37,33 Sekunden. Auf Rang zwei folgte Sven Sudhölter auf "Carryduff" (Steinhagen-Brockhagen). Auf den Rängen drei bis sieben kamen dann die heimischen Reiter. Ralf Lummer wurde auf "Perry Mason" (RFV Graf Sporck Delbrück) Dritter, Christine Rieksmeier (Salzkotten) auf "Cora" Vierter, Kristin Kriegesmann (Haxtergrund) ladete auf "Gamon" auf Rang fünf, alle drei bleiben ohne Fehler. Mit jeweils einem Fehler wurden Matthias Prior (Salzkotten) und Marius Rüther (Büren) an sechster und siebter Stelle platziert.
Bei dem Nixdorf-Preis am Sonntag trug sich sogar ein Reiter weniger in die Starterliste ein, nur 19 Sportler gingen an den Start. Schnellster im Stechen war der Vortags-Zweiter: Sven Sudhölter (Steinhagen-Brockhagen) auf "Carryduff" blieb ohne Fehler in 33,92 Sekunden. Zweiter wurde Markus Brinkmann (Herford) auf "Caressini" in 34,6 Sekunden, der auf der Eon Challenge ein S-Springen gewann. Michael Brautmeier (Delbrück) wurde auf "Sitano" in 35,16 Sekunden Dritter.